
Alta Via Nr. 6 der Dolomiten: von der Piave-Quelle der Stille nach Vittorio Veneto
Start: Piave-Quellen, Sappada (BL/UD) — Ziel: Vittorio Veneto (TV) — Etappen: 13 — Länge: rund 180 km — Höhenunterschied: rund 19.000 m — Schwierigkeit: E/EE, einige EEA-Abschnitte — Beste Zeit: Juni-September — Gebirgsgruppen: Karnische Alpen, Rinaldo-Gruppe, Tiarfin, Spalti di Toro-Monfalconi, Duranno, Alpago — Wichtigste Hütten: Sorgenti del Piave, Fratelli De Gasperi, Tenente Fabbro, Giaf, Padova, Pordenone, Semenza.
Die Alta Via Nr. 6, bekannt als „Alta Via der Stille“, ist die längste der Alte Vie der Dolomiten und zugleich eine der am wenigsten begangenen – so wie es ihr Name verspricht. Der Weg beginnt sinnbildlich an den Quellen des Piave bei Sappada und durchquert nacheinander die Karnischen Alpen, die wilde Rinaldo-Gruppe und den Tiarfin-Stock, bevor er zwischen den Spalti di Toro-Monfalconi und der Duranno-Gruppe – den schroffsten und einsamsten Ecken des gesamten Dolomitenbogens – ins Herz der Belluneser Dolomiten führt. Die letzten Etappen durchqueren den Alpago, ein Land aus Wäldern, Seen und historischen Hütten wie der Semenza, bevor es nach Vittorio Veneto hinabgeht. Ein langer und abwechslungsreicher Weg für erfahrene und gut trainierte Bergwanderer, der in dreizehn Etappen ein ursprüngliches, stilles und noch wenig bekanntes Gesicht der Dolomiten erzählt.
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Steckbrief
- Etappen: 13
- Länge: rund 180 km
- Höhenunterschied: rund 19.000 m insgesamt (Auf- und Abstieg)
- Schwierigkeit: von E bis EEA
- Start: Piave-Quellen, Sappada
- Ziel: Vittorio Veneto
- Wichtigste Hütten: Sorgenti del Piave, Fratelli De Gasperi, Tenente Fabbro, Giaf, Padova, Pordenone, Semenza
Wussten Sie schon?
1972 von Toni Sanmarchi entworfen, verdankt sie ihren Namen „der Stille“ der Entvölkerung der durchquerten Täler: eine einsame und wilde Landschaft, in der die Stille jene ist, die das Aufgeben der Almen und der Hirten hinterlassen hat, die hier einst lebten.
Ein Fluss, ein Name, eine Stille
Die Alta Via Nr. 6 beginnt sinnbildlich an den Quellen des Piave, jenes Flusses, der im Ersten Weltkrieg wegen seiner entscheidenden Rolle an der Frontlinie von 1917-18 zum „dem Vaterland heiligen Fluss“ erklärt wurde. Von hier windet sich der längste der acht Höhenwege – dreizehn Etappen über rund 180 km – nach Süden durch einige der am wenigsten bekannten Gebirgsgruppen der östlichen Dolomiten, bis in den Alpago und nach Vittorio Veneto.
Die letzten Etappen führen durch den Alpago, an den Rand des Cansiglio-Waldes, einem der ausgedehntesten Buchen- und Tannenwälder der Voralpen, der jahrhundertelang das Holz für das Arsenal von Venedig lieferte: eine direkte Verbindung zwischen diesen stillen Bergen und der Geschichte der Serenissima.
Alle Alte Vie der Dolomiten
Alta Via Nr. 1
Alta Via Nr. 2
Alta Via Nr. 3
Alta Via Nr. 4
Alta Via Nr. 5
Alta Via Nr. 6 (Sie sind hier)
Alta Via Nr. 7
Alta Via Nr. 8

